Als ihre Mutter ihr Handy konfisziert, twittert die Tochter vom Kühlschrank aus

Nachdem nichts anderes geholfen hat, nimmt eine Mutter ihrer Tochter das Handy weg. Doch sie hat nicht mit dem Ideenreichtum der 15-Jährigen gerechnet.

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Auch ohne Handy lässt es sich zwitschern. Bild: Elif Kücük / ze.tt

Die 15-jährige Dorothy liebt Ariana Grande und Twitter. Auf ihrem Account, der der Sängerin gewidmet ist, teilt die Jugendliche ihre Gedanken mit dem Internet. Dabei kann es schon einmal passieren, dass man die Welt um sich herum für einen Moment vergisst.

Beim Kochen war Dorothy so abgelenkt von ihrem Mobiltelefon, dass sie nicht bemerkte, wie der Herd Feuer fing. Daraufhin reichte es ihrer Mutter, und sie konfiszierte das Handy der Jugendlichen. Doch so leicht ließ Dorothy sich nicht das Twittern verbieten.

In wunderbar theatralischen Worten teilte sie ihr Leid mit der Twittergemeinschaft: „Ich verabschiede mich für immer. Meine Mutter hat mir mein Telefon weggenommen.“ Sie würde ihre Follower*innen schmerzlich vermissen. „Ich weine. Lebt wohl.“ Als Teil der Generation Z kennt Dorothy keine Welt ohne Internet – und konnte das Twitterverbot ihrer Mutter umgehen, indem sie ihren Nintendo 3DS nutzte, um einen letzten Gruß abzusetzen.

Doch Dorothys verzweifelte Botschaft blieb nicht unentdeckt. Im nächsten Tweet meldete sich die Mutter des Mädchens zu Wort: „Ich sehe, dass Dorothy Twitter auf ihrem Nintendo genutzt hat. Dieser Account wird jetzt stillgelegt“, schrieb sie.

Doch noch waren die Möglichkeiten des Haushalts nicht ausgeschöpft. Über ihre Wii-Konsole bedankte Dorothy sich für die Unterstützung und versprach, allen neuen Follower*innen umgehend zurück zu folgen, sobald sie wieder eine stabile Twitter-Verbindung habe. In einem späteren Tweet erzählte sie, dass ihre Mutter nicht zu Hause sei und sie nach ihrem Handy gesucht habe – allerdings erfolglos.

Nachdem Dorothy am nächsten Tag noch Tweets aus dem Haus einer Freundin postete, wurde es für zwei Tage still auf ihrem Account. Sollte ihre Mutter sich durchgesetzt und wirklich alle elektronischen Geräte ihrer Tochter konfisziert haben? Die erzwungene Twitterpause trieb Dorothy zu ungewöhnlichen Maßnahmen: Sie nutzte den Internetzugang des smarten Kühlschranks, um die Welt auf dem Laufenden zu halten.

„Ich weiß nicht, ob das hier funktioniert. Ich rede mit meinem Kühlschrank, was zum Teufel. Meine Mutter hat mir alle meine elektronischen Geräte wieder weggenommen.“ In der mobilen Ansicht erscheint unter ihren Worten ein Hinweis, von welchem Gerät die Nachricht abgesetzt wurde: LG Smart Refrigerator.

Unter dem Hashtag #FreeDorothy sprachen die Follower*innen der 15-Jährigen ihre Unterstützung zu, bezeichneten sie als Ikone und feierten den Erfindungsreichtum der Jugendlichen. Auch der regionale Nachrichtensender Main Line Media News berichtete von den Kontaktversuchen des Mädchens.

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