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So hat Lennart den Job gefunden, den er wirklich wollte

Den Traumjob gleich beim ersten Versuch zu finden, ist nicht selbstverständlich. Lennart aus Hamburg hat den Jobeinstieg schnell geschafft und weiß, was er will. Doch auch ihn erwarteten in der Arbeit dann ganz neue Regeln, Strukturen und Aufgaben. Wie findet man sich im neuen Job ein?

Techniker Krankenkasse TK Job

Lennart weiß, was er will und hat sich so seinen Traumjob geschnappt. Foto: Lennart Borchert

Wir alle wollen den Job finden, der zu uns passt. Wie genau das gelingt, ist uns aber nicht unbedingt klar. Brauchen wir dafür einen perfekten Lebenslauf? Und wie viele Praktika müssen wir absolviert haben?

Lennart hat in Hamburg Angewandte Informatik studiert, nachdem er sein erstes Studium abgebrochen hat. An der Uni hat er gemacht, was er wirklich mag. Doch was kommt danach? Über Studium und Jobmessen hat er herausgefunden, was er wirklich will und was für ihn gar nicht geht. Seit einem halben Jahr arbeitet er nun in seinem ersten Job als Anwendungsentwickler bei der Techniker Krankenkasse, die mit vielen Versicherungsdaten zu tun hat.

Lennart arbeitet dort in dem Bereich, wo mit allen Daten von Versicherten umgegangen wird, die einen Krankenhausbesuch vor oder hinter sich haben. In dieser Phase muss er nicht nur seine Fähigkeiten als Informatiker beweisen, sondern sich ebenso ins Team einfinden, neue Strukturen kennenlernen und herausfinden, wie er Job und Leben in Einklang bringt. Im Interview erzählt er uns, warum uns Fehler in der Berufswahl helfen, wie wir sie nutzen können und worauf es beim Job-Start ankommt.

Hallo Lennart. Viele Leute sind auf der Suche nach dem perfekten Job. Hast du einen Tipp, wie man den finden kann?

Ich habe vor meinem Studium der Angewandten Informatik Informations- und Elektrotechnik studiert. Das war auch spannend, aber mir fehlte dann doch etwas. Für mich waren diese ersten zwei Semester keine verschwendete Zeit, sondern eine Erfahrung, die ich machen musste, um zu lernen, was ich will. Ich würde jedem dazu raten, keine Angst vor falschen Entscheidungen zu haben. Also gerne Dinge ausprobieren, und wenn sie einem nicht gefallen, früh genug sagen, dass es nicht passt. Zu oft sehe ich, dass Leute an einem Studium festhalten. Bei Unsicherheiten lieber einfach ausprobieren und dann wechseln!

Für mich waren diese ersten zwei Semester keine verschwendete Zeit, sondern eine Erfahrung, die ich machen musste, um zu lernen, was ich will.

Lennart

TK TIPP: Scheitern als Chance

Diplom-Psychologe und Coach Hans-Georg Willmann sieht das ganz ähnlich wie Lennart: „Scheitern als Chance zu sehen, bringt weiter. Gerade in Situationen, in denen etwas nicht funktioniert, lernen wir am meisten. Thomas Alva Edison, der Erfinder der Glühbirne, bringt das schön auf den Punkt. Er tüftelte lange Jahre und unternahm Tausende von Anläufen, die alle scheiterten, bevor er im 5000. Experiment das elektrische Licht erfand. Edison sagte: ‚Die 4999 Experimente davor gehören zum Weg. Sie waren nötig, damit beim 5000. Mal das elektrische Licht erstrahlt.'“

Wie hast du den Job bei der TK gefunden?

Ich habe mich in meinem Bekanntenkreis und bei unterschiedlichen Unternehmen schlau gemacht. Tatsächlich kam der Tipp mit der TK aus dem Freundeskreis. Außerdem habe ich mich bei einer Job-Messe der Uni Hamburg informiert. Dort stellen sich viele Arbeitgeber vor und ich konnte eine Menge Erfahrungen sammeln. So konnte ich relativ schnell erkennen, welche Unternehmen zu mir passen und welche nicht.

Wie bist du an die Messestände herangetreten?

Ich bin da einfach sehr offen und freundlich herangetreten. Das sind ja auch nur Menschen, die ihr Unternehmen repräsentieren. Das habe ich als Chance gesehen, die ich nutzen kann. Ich bin auf die Leute zugegangen und habe sie gefragt, was sie in ihrem Unternehmen machen, wie ihr Alltag aussieht, wie sie im Team arbeiten und wie ihr persönlicher Eindruck des Unternehmens ist.

Was ist dir wichtig bei der Arbeit?

Mir ist besonders wichtig, dass ich meine Arbeit nach meinem Leben ausrichten kann und nicht andersherum. Im Bewerbungsgespräch mit der TK habe ich herausgefunden, dass ich flexible Arbeitszeiten einrichten kann und das war natürlich gleich ein Pluspunkt. Was ich mir noch gewünscht hätte, wäre ein Stehpult, weil ich gerne im Stehen arbeite. Doch das war leider nicht möglich. Darum sitze ich nun also im Büro. Ein kleiner Abstrich. Ansonsten muss ich auf der Arbeit ein soziales Umfeld pflegen können, sonst fühle ich mich nicht wohl. Auf der Messe habe ich beispielsweise schnell gemerkt, wenn Unternehmen klassisch trocken dahergekommen sind. Da konnte man sich darauf einstellen, dass man dort nur mit sich selbst arbeiten würde. Das ist nichts für mich.

Mir ist besonders wichtig, dass ich meine Arbeit nach meinem Leben ausrichten kann und nicht andersherum.

Lennart

TK TIPP: Was im Job wirklich wichtig ist

Lennart fragt nicht nur, was er für das Unternehmen tun kann, sondern auch, was das Unternehmen für ihn tun kann. Diplompsychologe Jürgen Hesse von Hesse/Schrader weiß, worauf es beim Job ankommt: „Jobzufriedenheit ist ganz wichtig! Untersuchungen zeigen, was für uns wichtig ist: An erster Stelle stehen der Vorgesetzte und wie gut man sich mit ihm verträgt. An zweiter Stelle die Kollegen, Mitarbeiter und gegebenenfalls Kunden oder Patienten. An dritter Stelle steht die Identifikation mit dem, was man macht und erst an der vierten Stelle die Bezahlung und weitere Jobbedingungen.“

Du hast ja gerade die Work-Life-Balance angesprochen. Wie funktioniert das bei deinem Arbeitgeber?

Ich nehme das Leben gerne etwas lockerer und dann ist es von Vorteil, wenn das auf der Arbeit ähnlich abläuft. Ich habe zwar meine Wochenarbeitszeit, aber ich habe flexible Arbeitszeiten. Also steht es mir frei, wann ich zwischen 6 und 20 Uhr arbeite.

Die Arbeit im Team ist dir wichtig. Wie bist du denn an deinem ersten Tag bei der TK empfangen worden? Und wie hast du geschafft, in das Team zu finden?

An meinem ersten Tag war mein Teamleiter unterwegs auf Meetings, weswegen ich von einem Kollegen aus dem Team selbst abgeholt wurde. Mit ihm habe ich mich über alles Formale unterhalten und in ihm meinen ersten Ansprechpartner im Team gefunden. Am Anfang habe ich mich sehr an ihm festgehalten, aber dann versucht, mit den anderen Teammitgliedern ins Gespräch zu kommen. Gerade in der Mittagspause ist das gut möglich. Mit ein paar Leuten aus anderen Teams unternehme ich auch was nach der Arbeit.

TK TIPP: So findest du Anschluss im Team

Lennart bringt sich aktiv ins Team ein und findet vor allem über die Mittagspause Anschluss. Hans-Georg Willmann pflichtet seiner Vorgehensweise bei: „Offen und freundlich auf die Teamkolleginnen und -kollegen zugehen, Interesse an den Menschen und den Aufgaben zeigen, Fragen stellen, zuhören und auch selbst Fragen beantworten – so findet man ins Team. Man sollte einfach schauen, wie die Gepflogenheiten im Team sind und ‚mitmachen‘. Das heißt, dazu stellen, wenn es um 9.30 Uhr in der Kaffeeecke eine kleine Pause gibt, in der Mittagspause zusammen in die Kantine gehen, bei Aktivitäten außerhalb der Arbeit dabei sein. Natürlich nicht alles von Tag eins an. Sich in ein Team zu integrieren braucht ein wenig Zeit. Gut, wenn man da zunächst einen oder zwei Ansprechpartner im Team hat, die einen ein wenig an die Hand nehmen.“

Welche Gedanken hast du dir an deinem ersten Tag gemacht?

Am ersten Tag gab es Schwierigkeiten, alles Technische einzurichten und es hat etwas länger gedauert, bis ich das Gefühl hatte, dass ich richtig arbeiten kann. Ich habe mich unwohl gefühlt, weil ich nicht wusste, was ich machen soll. Auch das Thema Duzen und Siezen ist nicht so einfach gewesen. Ich gehe auf Nummer sicher und steige erstmal mit der höflicheren Form ein. Das kommt in der Regel ganz gut an. Außerdem muss man immer lernen, wie man mit einzelnen Personen umgeht, denn jeder Mensch ist unterschiedlich. Prinzipiell habe ich es gerne, wenn ich weiß, wie ich mit meinem Umfeld umgehen muss. Bei gefestigten Freundschaften ist das kein Problem, aber wenn man in so einen Topf geworfen wird, muss man eine ganze Menge klären und beispielsweise herausfinden, welchen Humor die Kollegen haben und wo sie ihre Grenzen ziehen. Was dazukommt ist, dass man am Anfang nicht nur die Aufträge erledigen muss, sondern sich gleichzeitig einarbeiten und neue Systeme verstehen muss. Das fügt der Aufgabe einen ganzen Schwung Komplexität hinzu. In dem Moment kann man sich schon überfordert fühlen.

TK TIPP: So findest du deine Rolle im Team

Lennart tastet sich in seinem neuen Umfeld voran und lernt langsam all seine Kolleg*innen kennen. Dabei muss man auch lernen, sich selbst einzubringen, was eine große Aufgabe sein kann. Wie findet man die eigene Rolle im Team? Autor Hans-Georg Willmann kennt die Antwort: „Die eigene Rolle im Team ist stark mit der eigenen Persönlichkeit verknüpft. Bereits im Kindesalter lernen wir, wie wir uns in einer Gruppe verhalten. Manche sind eher zurückhaltende Beobachter, andere mehr die forschen Macher. Am besten bleibt man sich da selbst treu. Sich zu verstellen ist nicht nur anstrengend, sondern auch unglaubwürdig. Seine Rolle im Team sollte man einnehmen und nicht spielen. Dazu kann man schauen, wie man mit seinen Fähigkeiten am besten zur Teamleistung beitragen kann. Feedbackgespräche mit dem Teamleiter, aber auch mit den Kolleginnen und Kollegen helfen dabei, die eigene Rolle zu finden und einzunehmen.“

Wie hat sich das bei dir geäußert?

Ich habe die mentale Belastung durchgängig verspürt. Nach Feierabend versuche ich, mich auf andere Sachen zu konzentrieren, erwische mich aber häufig dabei, wie ich abends im Bett liege und immer noch über Aufträge nachdenke, die ich an dem Tag bearbeitet habe. Ein bisschen mentale Kapazitäten verliert man auf jeden Fall.

Hast du Strategien entwickelt, um diese Belastung am Anfang zu bewältigen?

Wenn ich das Gefühl habe, dass ich den Auftrag abarbeiten muss, mache ich das nicht halbherzig, sondern nehme mir die Zeit, die ich brauche. Wenn es zu viel ist, dann sage ich, dass ich den eingeplanten Zeitrahmen nicht einhalten kann. Ich habe von vornherein mit meinem Chef darüber gesprochen, wie wir miteinander umgehen wollen. Da haben wir vereinbart, dass wir offen kommunizieren möchten. Ich glaube, viele Leute verfallen in eine Art Hektik. Das kenne ich von mir selbst, weil der Job-Start eine Extremsituation ist. Man sollte sich einen Moment geben, um durchzuatmen, nicht durchzudrehen, sondern runterzukommen und klar zu überlegen, was die nächsten Schritte sind, bevor man hastig Handgriffe und am Ende auch noch einen Fehler macht. Ich trete einen Schritt zurück, atme tief durch, damit ich zur Ruhe komme, und schaue mir das Problem nochmal mit ruhigen Augen an.

TK TIPP: Offenheit ist gut, aber nicht im Affekt!

Lennart möchte offene Kommunikation. „Prima Ansatz“, sagt Coach Jürgen Hesse, „nur leider gelingt das so nicht immer und vor allem nicht überall. Denn Offenheit bis hin zu Kritik ist oftmals unmöglich. Schlecht wäre dennoch, Frust nur immer in sich hineinzufressen. Stattdessen sollte man in Konfliktsituationen durchatmen, einen guten Moment innehalten und vielleicht auch erst einen Tag später den Konflikt direkt ansprechen. Man kann sich beim Gegenüber klar und deutlich Zeit ausbitten und sagen: ‚Darüber muss ich erst einmal nachdenken, ich bitte um Verständnis.‘ Was auch immer schief läuft, es ist eine Herausforderung an unsere Geduld, aber auch eine Stärke, damit trotzdem klarzukommen. Natürlich bedeutet das nicht, alles widerspruchsfrei hinzunehmen. Aber manchmal ist es eben doch gut, vorher darüber nachzudenken, wie man am besten und am nachhaltigsten auf Konflikte reagiert, wie man sich angemessen klug in einer schwierigen Situation verhält.“

Wie geht es dir nun nach den 100 ersten Tagen?

Ich bin hier gut angekommen und mir geht es sehr gut. Ich habe das Gefühl, dass ich in meinem Team durch meine Persönlichkeit die Rolle des Mediators einnehme. Ich bin dazu in der Lage, sachlich die Standpunkte anderer Leute wiederzugeben, was gerade in einem Konflikt eher schwierig ist. Außerdem möchte ich gerne eine Art Wissensknoten werden, weil ich Themen nicht nur anschneide, sondern durchdringe und mit der Zeit sehr viel Wissen ansammle, das ich gerne teilen möchte.

Die Techniker Krankenkasse und ze.tt stellen euch an dieser Stelle in den nächsten Wochen zehn Protagonist*innen vor, die ihren ersten Job nach der Uni angefangen und ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben. Wir begleiten sie bei ihren ersten 100 Tagen im Job und finden heraus, wie das so für sie war, plötzlich im Arbeitsleben zu stecken. Auf der deutschlandweiten Veranstaltungsreihe Die ersten 100 Tage im Job könnt ihr unsere Protagonist*innen auch persönlich treffen. Termine und Anmeldung unter www.zeit.de/100tage. Wollt ihr mehr zur Aktion erfahren? Dann schaut hier rein!

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