Graffiti-Künstler Banksy eröffnet „Hotel mit der schlechtesten Aussicht“ in Bethlehem

Der Künstler und Aktivist Banksy hat im Westjordanland ein Hotel errichtet. Es wirbt mit der „schlechtesten Aussicht der Welt“ – und natürlich ist das ein politisches Statement.

Banksy ist für seine wachrüttelnden Graffiti-Kunstwerke bekannt, die er unangekündigt und ungesehen an die Wände dieser Welt sprüht. Immer steckt ein politisches Statement dahinter – zuletzt sorgte er mit dem Bild eines Kindes mit brennendem Reifen an einer Grundschule in England für Aufsehen. Er wollte damit schon die ganz Jungen zu politischem Engagement ermutigen.

[Außerdem auf ze.tt: Banksy sprüht neues Kunstwerk an englische Grundschule]

Wenn also dieser Künstler und Aktivist ein Hotel baut, kann man erwarten, dass auch das ganz im Sinne seiner Berufung geschieht, mit seiner Kunst auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam zu machen. In Bethlehem eröffnet am 20. März sein Walled Off Hotel – direkt vor der Betonmauer, die das von Israel besetzte Westjordanland vom palästinensischen Teil Bethlehems trennt.

Beworben wird das Gasthaus zynisch mit „der schlechtesten Aussicht der Welt“, weil Gäste aus ihren Fenstern direkt auf die Mauer gucken und mit dem anhaltenden Konflikt zwischen Israel und Palästina konfrontiert werden. Ab kommendem Samstag können Zimmer über die Website gebucht werden, ein Bett im Hostelroom soll für 30 US-Dollar zu haben sein.

Die Räume und Einrichtung im Inneren des Hotels sind im klassischen Banksy-Stil gehalten. Mal abstrakt, mal verrückt, aber immer mit Aussage. Fast alle haben mit dem Israel-Konflikt zu tun. Wir zeigen das Gebäude in unserer Bildergalerie.

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