Bye, Vulva-Shaming: Eine Illustratorin zeigt, wie vielfältig schön Vulven sind

Die perfekte Vulva gibt es genauso wenig wie die perfekte Nase, Lippenform oder Figur. In The Vulva Gallery zeigt Hilde Atalanta, wie echte Vulven aussehen.

Sind meine Vulvalippen zu lang? Sollte ich meine Vulvahaare abrasieren? Ist meine Vulva schön? Über Sex zu reden ist das Eine, aber über das Aussehen von Geschlechtsteilen zu sprechen, ist für viele ein Tabuthema. Aus Unsicherheit und Schamgefühl wird das Thema gemieden. Stattdessen informiert man sich über Medien und Pornos. Und die vermitteln ein sehr einheitliches Schönheitsideal: symmetrisch, glatt rasiert und irgendwie zurückhaltend.

Die Folge: Immer mehr Frauen lassen sich operativ – in weniger als zwei Stunden – ihre Vulvalippen korrigieren, straffen und vermeintlich verschönern, um diesem Ideal zu entsprechen. Diesem Trend möchte eine Illustratorin aus Amsterdam entgegenwirken.  „Alle Vulven sind einzigartig und wunderschön“, schreibt die Niederländerin Hilde Atalanta auf ihrer WebseiteSie möchte Frauen zeigen, wie vielfältig schön Vulven aussehen, ein positives Körpergefühl vermitteln und zu mehr Gender Inklusivität anregen.

Alle Vulven sind einzigartig und wunderschön.

Hilde Atalanta

Für mehr Wissen und Akzeptanz

Seit 2016 illustriert die Niederländerin in The Vulva Gallery Vulven nach echten Vorbildern. Hilde Atalanta startete ihr Projekt als Online-Galerie und Bildungsplattform. Mit ihren Illustrationen und Fakten versucht sie, Mythen um das Aussehen einer Vulva aufzuklären. „Auf der ganzen Welt werden wir ständig mit einem verzerrten Bild der ‚perfekten‘ Vulva konfrontiert, und das lässt uns glauben, dass wir nicht dem ’normalen‘ Bild entsprechen“, schreibt sie auf ihrer Webseite.

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Über 300.000 User*innen folgen dem Projekt mittlerweile auf Instagram und tauschen sich aus. „Diese Seite war ein Geschenk des Himmels für mich und mein Selbstbewusstsein“, kommentiert eine Instagram-Userin. Im April bringt Hilde Atalanta ein Buch und sogar Kartenspiel zu The Vulva Gallery raus, mit denen vermeintlich verpönte Themen wie Vulvabehaarung und Menstruation endlich salonfähig werden sollen.

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