Das sind die eindrücklichsten Nachrichtenfotos des Jahres 2019

Die Siena International Photo Awards haben die besten nachrichtlichen und dokumentarischen Fotos des Jahres gekürt. Achtung: Einige sind nur schwer zu ertragen.

Bereits zum fünften Mal konnten Teilnehmer*innen des Siena International Photo Awards ihre Beiträge in neun Kategorien einreichen:

  • Journeys & Adventures
  • The Beauty of the Nature
  • Fascinating Faces and Characters
  • Documentary & Photojournalism
  • Animals in their Environment
  • Architecture & Urban Spaces
  • Sports in Action
  • Story-telling
  • Still Life

Unsere Galerie zeigt die Fotos der Kategorie Documentary & Photojournalism. Sie hat den Anspruch, „kulturelle, politische oder soziale Themen zu dokumentieren, die Einzelpersonen oder ganze Gesellschaften betreffen“. Sie sollen laut Webseite über News und deren Auswirkungen auf die Menschen und deren Umwelt aufklären. Das von der Jury als eindrücklichstes Foto der Kategorie gewählte Werk stammt von Alessio Paduano. Es trägt den Namen Life and Death in the Mediterranean Sea.

Es zeigt eine tragische Rettungsaktion vor der Küste Libyens. Mitglieder der spanischen NGO Proactiva Open Arms retten etwa 137 Kilometer vom Festland entfernt ein Kind namens Josepha, eine Migrantin aus Kamerun. Im Hintergrund sieht man den leblosen Körper einer Frau auf einem Stück Treibholz.

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Foto: © Alessio Paduano

Der Wettbewerbssieger gewinnt mit einem Foto aus dem Jahr 2008

Die Auszeichnung als bestes Bild des gesamten Wettbewerbs holte sich ein anderer Fotograf. Eine Fachjury wählte das Foto A Boy in the Crowd des britischen Fotografen Jonathan Banks unter zehntausenden Einsendungen aus 161 Ländern zum besten des Wettbewerbs. Es zeigt einen liberianischen Jungen, der im Jahr 2008 ein dreitägiges Festival am Rande von Liberias Hauptstadt, Monrovi, besucht hatte. Er war eine*r von Zehntausenden Zuschauer*innen eines Festivals, das das friedliche Zusammenleben, Stabilität und Frieden in einer Region, die viele Jahre lang einen Bürgerkrieg erlebte, fördern soll.

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Ein Kind, das ein Festival in Liberia besucht, versucht, verängstigt von den Soldaten, seinen Ball zurückzubekommen. Foto: © Jonathan Banks

Jonathan Banks war damals vor Ort und dokumentierte das Festival. Durch Zufall entdeckte er einen Jungen, der sich gerade aus der Menge herauslehnte und nach einem kleinen Ball griff. Seine ängstlichen Augen fixierten dabei einen Soldaten der westafrikanischen Friedenstruppe, der auf dem Festival die Sicherheit garantieren sollte. „Der Junge war im Bürgerkrieg aufgewachsen und hatte gute Gründe dafür, Angst vor Soldaten und ihren Waffen zu haben“, sagt Banks. Das Foto repräsentiere die Unsicherheit des Friedens aus den Augen eines Kindes, das die Dynamik des großen Ganzen noch nicht verstehen könne, sagt er.

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