Diese Fotografin dokumentiert die mentale Erkrankung ihrer Mutter

Mit ihrem Projekt Du musst dir keine Sorgen machen begleitet Melissa Spitz ihre psychisch kranke Mutter seit vielen Jahren. Sie teilt sehr intime und ehrliche Einsichten auf Instagram.

„Ich habe mir Sorgen gemacht, dass die Arbeit meine Mutter dazu ermutigt, schlimmer zu werden", so die Fotografin.
„Ich habe mir Sorgen gemacht, dass die Arbeit meine Mutter dazu ermutigt, schlimmer zu werden", so die Fotografin. © Melissa Spitz Screenshot Instagram

Melissa Spitz war erst sieben Jahre alt, als sie ihre Mutter zum ersten Mal in einer psychiatrischen Klinik besuchte.

Das war nur der erste Besuch von vielen folgenden. Jahre später verarbeitet sie diese Erfahrungen in ihrem Projekt Du musst dir keine Sorgen machen. Auf Instagram führt sie ein Art Tagebuch über das Leben mit ihrer psychisch kranken Mutter.

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Die Fotografin nimmt Menschen mithilfe sozialer Medien mit auf eine Reise zu den schönen und schlimmen gemeinsamen Momenten mit ihrer Mutter. In acht Jahren hat sie dazu mehr als 5.000 Fotos und 100 Videos aufgenommen.

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Auf Instagram verfolgen über 49.000 User*innen ihre Arbeit. Zu sehen sind iPhone-Fotos neben Kunstbildern, Archivmaterial und alten Kindheitserinnerungen. Bei ihrer Mutter Deborah wurden zu unterschiedlichen Zeitpunkten eine paranoide Schizophrenie, Depression und bipolare Störung diagnostiziert.

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Die Fotografien beeindrucken mit zum Teil schockierenden Aufnahmen und ihren zutiefst ehrlichen Bildunterschriften.

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Die 29-jährige Fotografin wurde für ihre Arbeit von der Time zur Instagram-Fotografin des Jahres 2017 gekürt.

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Spitz hatte während ihres Projekts Bedenken, dass ihre Arbeit ausbeuterisch wirken könnte. „Ich habe mir Sorgen gemacht, dass die Arbeit [meine Mutter] dazu ermutigt, schlimmer zu werden“, erklärte sie der Time. „Es gab Zeiten, in denen ich nach Hause kam und wusste, dass sie mehr Pillen nehmen würde, weil sie wusste, dass ich mit der Kamera vorbeischaute.“ Es habe aber auch Zeiten gegeben, in denen sie sich moralisch verpflichtet fühlte, die Kamera nicht zu zücken.

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Melissa Spitz hat sich mit ihrem Projekt dazu entschieden, intime Momente aus ihrem Familienleben mit der Öffentlichkeit zu teilen. Die Fotografin sagt, dass sie oft weine, wenn sie lese, was Leute geschrieben hätten. Für sie fungieren die Kommentare ihrer Follower*innen als eine Art Therapie. „In meinen Träumen gibt es eine Non-Profit-Organisation, in der ich meine Anhänger unterstützen kann“, sagt sie.

Die Arbeit habe auch die Beziehung zwischen ihr und ihrer Mutter verändert, erklärt Spitz unter einem Foto, das sie selbst auf ihrer Ausstellung zeigt: „Meine Mutter hat mir heute Morgen nur gesagt: ‚Deine Bilder haben mein Leben gerettet.'“

Mehr Fotos sind auf dem Account Nothing_to_worry_about und auf dem privaten Profil der Fotografin zu finden.