Diese Spickzettel aus eurer Schulzeit haben Lehrende nie entdeckt

Manche Tricks bewähren sich über Generationen. Wir haben euch nach euren erfolgreichsten Spickmethoden gefragt.

Die-besten-Spickmethoden

Die Tradition des Spickens ist wohl so alt wie Klausuren selbst. Foto: Pexels / Pixabay

Mit dem Spicken ist es ein wenig wie mit Über-Rot-Gehen. Es ist verboten, Eltern raten einem davon ab, aber die meisten tun es trotzdem. Und die Eltern haben es früher sicherlich auch getan. Dabei kann ein Spickzettel in der Tasche gleich mehrere Zwecke erfüllen: Das Zusammentragen der Informationen führt dazu, dass der Lernstoff noch einmal wiederholt wird. Und er kann Menschen mit großer Prüfungsangst ein Gefühl von Sicherheit geben.

Aber wenn wir ehrlich sind, ist der klassische Spickzettel nicht gerade eine Glanzleistung in Sachen Originalität. Schüler*innen und Studierende lassen sich seit jeher die waghalsigsten Dinge einfallen, um durch Klassenarbeiten, Klausuren und Prüfungen zu kommen – und das meist erfolgreicher, als die Lehrenden gerne wahrhaben wollen.

Wir haben unsere Leser*innen nach ihren vielversprechendsten Spickmethoden gefragt:

Das sind die Antworten:

Spickzettel reloaded

„Da unsere Klausuren im Abi immer gleich aufgebaut waren, habe ich eine komplette Seiten des Klausurbogens vorher vollgeschrieben: mit meinem Namen, dem Datum, den Angaben zur Klausur und der ersten Aufgabe. Diese habe ich dann während der Klausur einfach offen auf den Tisch gelegt.“

„Kollege A schreibt den Lösungsweg auf den Klausurbogen und lässt ihn fallen. Ich bitte Kollege B laut, mir meinen Bogen zu geben. Hat sogar im Abi funktioniert.“

„Ich hatte mehrere Radiergummis, auf die ich sehr klein mit Bleistift meine Spicker geschrieben habe. Hat immer funktioniert.“

Röcke, die Klausuren rocken…

„Kurzer Rock und Text auf dem Bein. Entweder den Rock während der Prüfung etwas hochschieben oder auf der Toilette nachsehen.“

„Maximal knielangen Rock anziehen, Spickzettel aufs Bein schreiben, halbtransparente Strumpfhose drüber, bei der Arbeit oder dem Test die Beine übereinander schlagen und den Rock so weit hochziehen, dass der Spicker lesbar ist, ohne dass man dabei blankzieht.“

„Spickzettel mit Heftpflaster auf Oberschenkel befestigt, ein paar Zentimeter oberhalb des Rocksaums. Rock diskret hoch- und wieder herunter geschoben. Darauf vertraut, dass der Lehrer dort nicht nachschauen würde …“

Oder doch lieber Pullis?

„Schummelzettel mit Ohrsteckern an der Innenseite des Pullovers befestigt, Pulli im Sitzen umgeklappt und vom Schummelzettel abgelesen.“

Flaschen! Die Flaschen sind’s!

„Ich habe eine Flasche genommen, bei der das Etikett farbig war. Dann habe ich am Computer einen Spickzettel erstellt, der vom Design her ähnlich war wie die Rückseite des Flaschenetiketts. Nur standen da anstatt Zutaten und Kalorientabellen sämtliche Informationen. Der Trick hat mehrmals funktioniert, das war allerdings vor gut 15 Jahren.“

„Die Sprudelflasche hat sich immer gut bewährt und auch mit Bleistift in den Deckel des Taschenrechners reinzuschreiben. Das sieht man nämlich nur aus einem bestimmten Winkel.“

Es geht auch praktischer…

„Als Sichtschutz mussten wir entweder den Schulranzen oder ein großes Buch zwischen uns stellen. Ich habe immer den großen Atlas genommen und ihn angeblich zufällig auf einer Seite aufgeschlagen, wo ich vorher mit spitzem Bleistift das Wissen in die Flüsse, in Straßen, Seen und so weiter geschrieben hatte.“

„Ganz simpel: den Nachbarn im Flüsterton fragen.“

„Ich hatte diesen Klassenkameraden, der sich Etiketten für seine Trinkflaschen mit Klausurinfos bedruckt und das an die Flasche geklebt hat. Kein*e Lehrer*in liest deine Flaschen!“

Oder auch gar nicht.

„Keine, wurde in der fünften Klasse erwischt, hab eine Sechs bekommen und es seitdem gelassen.“

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