Durch ein Mikroskop sieht Natur so aus, als wärst du auf Drogen

Sie leuchten und sehen aus wie nicht von dieser Welt: Die ausgezeichneten Bilder eines Mikroskop-Fotowettbewerbs.

Mikroskopie ist die Leidenschaft von Mikroskoptechnikerin Teresa Zgoda und der Wissenschaftlerin Teresa Kugler. Von den beiden Frauen stammt das Siegerbild des diesjährigen Nikon’s Small World Fotowettbewerbs.

Der Wettbewerb kürt jährliche Fotografien von Wesen und Gegenständen, die man mit bloßem Auge nicht erkennen kann, und wurde dieses Jahr zum 45. Mal vergeben. Die Jury aus einer Harvard-Professorin, Wissenschaftler*innen und Wissenschaftsjournalist*innen wählte aus den über 2.000 eingereichten Bildern aus fast 100 Ländern die besten Fotografien aus, die unter einem Mikroskop entstanden sind.

Kreativer Ausgleich zur Wissenschaft

Mit dabei sind psychedelisch anmutende Zellen in leuchtenden Farben, absurde Gebilde, die aussehen wie aus einem Animationsfilm, und Pflanzen, die so wohl auch in Wunderland wachsen könnten. Auf dem Siegesbild von Teresa Zgoda und Teresa Kugler ist ein Schildkrötenembryo zu sehen. Mithilfe fluoreszenter Stoffe, die für die bunten Farben des Bildes verantwortlich sind, und eines Stereomikroskops gelang ihnen die Aufnahme.

Die beiden leidenschaftlichen Fotografinnen erklärten, dass die Mikroskop-Fotografie es ihnen ermögliche, Wissenschaft und Kreativität zu verbinden. „Die schönen Bilder, die wir durch das Mikroskop sehen, inspirieren uns“, sagte Teresa Zgoda. Durch die ungewöhnlichen Farben und Formen sei es möglich, die Ergebnisse ihrer Forschung mit anderen Menschen zu teilen – selbst wenn diese sich nicht mit der Wissenschaft auseinandergesetzt hätten. Ihre Partnerin Kugler fügte hinzu, dass sich mit Mikroskopen die kleinsten Organismen und Bausteine der Welt beobachten ließen. „Dadurch entsteht eine tiefe Wertschätzung für die kleinen Dinge, die wir im Alltag so oft übersehen.“

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