Hunde sind sauberer als Menschen mit Bart

Schweizer Wissenschaftler*innen haben herausgefunden, dass in den Borsten von Bärten mehr Bakterien stecken als im Fell von Hunden.

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Denk mal drüber nach, Herrchen. Foto links: Lesly Juarez / Unsplash | CC0 | Foto rechts: Brandon Day / Unsplash | CC0

Bart ist Mode, Bart ist Statussymbol, Bart ist Hipster, Bart ist sexy. Wie auch immer man zu Bärten stehen mag, eines haben sie gemeinsam: Sie sind dreckig. Forscher*innen der Schweizer Privatklinikgruppe Hirslanden haben kürzlich herausgefunden, dass sich in jedem Bart eine Menge Bakterien ansammeln – mehr noch als im Fell von Hunden.

Dafür haben sie Abstriche von Gesichtshaaren von 18 Männern im Alter zwischen 18 und 76 Jahren und Abstriche vom Fell im Halsbereich von 30 Hunden verschiedener Rassen genommen und verglichen. Das Ergebnis: Die Bakterienbelastung der Herrenbärte war im Vergleich zum Fell der Hunde signifikant höher. Jeder einzelne der teilnehmenden Männer trug eine hohe Anzahl von Keimen im Gesichtshaar. Der Anteil der Hunde mit ähnlich hohen Werten war kleiner (23 von 30). Die übrigen Tiere wiesen niedrigere oder moderate Werte auf.

Zusätzlich stellten die Forscher*innen fest, dass in den Bärten von sieben Männern Mikroben lebten, welche die menschliche Gesundheit gefährden könnten. „Aufgrund dieser Ergebnisse können Hunde im Vergleich zu bärtigen Männern als sauber betrachtet werden“, sagt Andreas Gutzeit, Radiologe an der Schweizer Hirslanden Klinik.

Auf dieses Ergebnis sind die Forscher*innen durch Zufall gestoßen. Eigentlich wollten sie herausfinden, ob Männer mit ihren Bärten Hundekrankheiten aufnehmen können.

Während Bartliebhaber*innen angesichts der Studienergebnisse skeptisch sind, fühlen sich Bartgegner*innen endlich in ihrer Meinung bestätigt. Keith Flett, Gründer der Beard Liberation Front, eine Bewegung, die sich gegen die Diskriminierung von Bartträgern einsetzt, wittert sogar eine Verschwörung. Zu Daily Mail sagt er: „Es scheint einen konstanten Strom negativer Geschichten über Bärte zu geben, die darauf schließen lassen, dass es mehr um Pogonophobie (Anm. d. R.: Angst vor Bärten, Bartträgern und dem eigenen Bartwuchs) geht als um irgendetwas anderes.“

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