Taylor Swifts modisches Vorbild ist überraschend flauschig

Taylor Swifts neues Album Lover ist da. Kurz vor der Veröffentlichung zeigten die Sängerin und ihre Fans, dass sie sich selbst nicht allzu ernst nehmen.


Tumblr – für viele Nutzer*innen von Facebook, Instagram, Twitter und Co. erscheint die Blogger*innenplattform als großes Mysterium. Nur selten dringen Debatten, Shitstorms oder überhaupt irgendetwas von dem, was dort passiert, an die Außenwelt. Doch für viele Fangemeinschaften, sogenannte Fandoms, bietet Tumblr genau deshalb ideale Bedingungen. Fans von Harry Potter (Potterheads), Doctor Who (Whovians) oder Justin Bieber (Beliebers) rebloggen dort ungestört ihre liebevoll gestalteten Collagen oder GIFs und teilen über Ländergrenzen und Kontinente hinweg ihre Fan-Fiction-Storys.

Ein Fandom sticht dabei immer wieder besonders durch Kreativität und fast schon fanatische Begeisterungsfähigkeit hervor: Swifties, also Anhänger*innen von Taylor Swift, toben sich mit den wildesten Theorien über neue Songs oder Zusammenhänge zwischen alten Liedern aus. Sie zeigen Selfies von sich in Merchandiseprodukten oder Kostümen, die an Swifts Musikvideos angelehnt sind, und erinnern an lustige Momente während Interviews der letzten Jahre. Befeuert werden sie dabei von Taylor Swift selbst. Die US-amerikanische Sängerin bloggt auf Tumblr nicht nur seit Jahren, sie kommuniziert auch regelmäßig persönlich mit ihren Fans. Kaum eine Errungenschaft ist unter Swifties so viel wert wie ein Like der Sängerin höchstpersönlich.

Dabei entstehen zwischen Swift und ihren Fans immer wieder Motive, die sich über Jahre hinweg durch ihre Alben, Lieder und Touren ziehen. Ein Beispiel: Weil die Künstlerin am 13. Dezember 1989 geboren wurde, ist die 13 ihre Glückszahl. Während der ersten Tourneen trug sie regelmäßig eine aufgemalte 13 auf der Hand, Ankündigungen erfolgen oft an einem 13. des Monats und auch viele Konzertbesucher*innen schmücken sich mit einer bunten, glitzernden Zahl. Immer wieder baut Swift die vermeintliche Unglückszahl als sogenanntes Easter Egg für Eingeweihte in ihre Videos ein.

Nachdem 2014 Zeitungen darüber berichtet hatten, dass Swift in einem gelben Dufflecoat mit roter Mütze Paddington Bär aus der gleichnamigen britischen Kinderbuchreihe ähnlich sehe, entwickelten Fans einen Spaß daraus. Sie verglichen Outfits der 10-fachen Grammy-Gewinnerin mit dem sprechenden Meister Petz. Swift sprang darauf an und veröffentlichte ein Vergleichsfoto auf ihrem Instagramkanal mit der Unterschrift: „Who wore it better?“, also „wem steht es besser?“. Das Foto wurde im August 2017 gelöscht, als Swift kurz vor Bekanntgabe ihres sechsten Albums, reputation, alle bisher geposteten Bilder von ihren sozialen Medien entfernte. So endete das Thema Stilikone Paddington.

Oder doch nicht? Anfang des Monats gab Swift bekannt, auf dem Cover der Septemberausgabe der US-amerikanischen Vogue abgebildet zu sein. Neben einem großen Porträt veröffentlichte sie nicht nur die ersten Songzeilen aus ihrem neuen Album Lover, das am 23. August erscheint, sondern auch Fotos. Und da war er wieder, der berühmte Dufflecoat, diesmal klassisch in dunkelblau. Während sich die ersten Swifties an den Bärchen-Vergleich von 2014 erinnerten, postete Swift das Bild auf ihren Social-Media-Kanälen und schrieb selbstironisch dazu: „Can’t stop, won’t stop twinning with Paddington“, grob übersetzt „Kann und werde nicht aufhören, Paddingtons Zwilling zu sein“.

Daraufhin holten viele Tumblr-User*innen ihre alten Postings von 2014 vom virtuellen Dachboden und verglichen leidenschaftlich Swifts Looks in Musikvideos der letzten Jahre mit dem kleinen Bären. Paddington, der einen eigenen Twitteraccount hat, kommentierte unter das Bild: Dear Ms Swift, I like your duffle coat. I’m told they never go out of style“ und spielte damit auf die Textzeile „we never go out of style“ aus Swifts Hit Style an.

Die Shake it off-Sängerin rebloggte die Werke ihrer Fans fleißig und witzelte, sie sähe keinerlei Unterschiede zwischen den Fotos von sich und dem pelzigen Vierbeiner. Und nicht nur das: Einem Fan fiel auf, wann Paddington zum ersten Mal auftauchte. Ausgerechnet am 13. Oktober 1958 erschien das erste Buch mit dem marmeladeschleckenden Bären. Zufall? Daran glauben Fans von Taylor Swift schon lange nicht mehr.

https://taylorswift.tumblr.com/post/186879125025/soooooo-paddington-the-bear-first-appeared-in-a

 

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