Warum Greta Thunberg einen der renommiertesten Umweltpreise ablehnt

Er zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen der Welt. Dieses Jahr sollte der Natur- und Umweltpreis des Nordischen Rates an Greta Thunberg für ihren Einsatz für den Umweltschutz vergeben werden – doch soweit kam es nicht.

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Preise allein reichen nicht. Johannes Eisele/AFP/Getty Images

Greta Thunberg sollte am Dienstagabend den Preis dafür erhalten, dass sie Millionen Menschen in aller Welt dazu mobilisiert habe, zu einem kritischen Zeitpunkt politisches Handeln für das Klima einzufordern, wie die Jury der Auszeichnung mitteilte. Bei der feierlichen Zeremonie in Stockholm sollten zwei Vertreterinnen der Klimabewegung Fridays for Future den Preis stellvertretend für Greta Thunberg entgegennehmen, die sich derzeit in Nordamerika befindet.

Doch es kam anders. Die beiden verlasen ein Statement Thunbergs, das kurz darauf auch auf Instagram veröffentlicht wurde. Darin bedankt sich die 16-Jährige zwar für die Auszeichnung, die eine große Ehre darstelle, die Klimabewegung brauche jedoch keine weiteren Preise, sondern Politiker*innen, die auf die Erkenntnisse der Wissenschaft hörten.

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Preis mit 47.000 Euro dotiert

In dem Statement erklärt Thunberg ihre Entscheidung, den mit 500.000 Schwedischen Kronen (rund 47.000 Euro) dotierten Preis abzulehnen. Demnach würden die skandinavischen Länder weltweit zwar einen hervorragenden Ruf im Bezug auf Klima- und Umweltfragen genießen und zu den Staaten zählen, die am meisten für das Klima tun könnten, im Prinzip aber nichts unternähmen. In ihrem Instagrampost bezieht sie sich auf einen Bericht des WWF und des Global Footprint Network, wonach ihr Heimatland Schweden, ähnlich wie die meisten skandinavischen Länder, so lebt, als ob die Welt über die Ressourcen von vier Planeten verfügen würde. Sie spricht von einer „gigantischen“ Kluft zwischen den notwendigen Maßnahmen, um einen globalen Temperaturanstieg zu begrenzen, und den tatsächlich umgesetzten Maßnahmen.

Der Nordische Rat ist das zentrale Forum der Region Skandinavien. Zu seinen Mitgliedern zählen neben Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und Island auch die weitgehend selbstständigen Territorien Åland, Grönland und die Färöer-Inseln. Der Natur- und Umweltpreis des Nordischen Rates wird seit 1995 jährlich an Menschen und Organisationen aus den skandinavischen Ländern verliehen, die sich besonders für den Umweltschutz einsetzen. Thunberg war von den Ländern Schweden und Norwegen für den Umweltpreis nominiert worden.

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